Zwei Freunde und ihre Idee

Wie alles begann

PROAKTIV®  wird 20 Jahre alt. Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens beruht auf einer langjährigen Freundschaft der beiden Firmengründer Robert Dorandt und Gerd Pult, welche anlässlich dieses Jubiläums in ihre gemeinsame Vergangenheit zurück blicken und den Weg, den sie vor 20 Jahren eingeschlagen und die Entscheidungen, die sie seitdem getroffen haben, Revue passieren lassen.

Robert Dorandt und Gerd Pult beim Topmanagement Training auf Schloss Reinhartshausen im Rheingau.

Wenn Sie die letzten 20 Jahre Revue passieren lassen, was empfinden Sie heute? Sind Sie stolz auf PROAKTIV®?

Dorandt: Wir erhalten von vielen Teilnehmern, die vor langer Zeit ein Training bei uns besucht haben die Rückmeldung „das was wir vor 15 Jahren bei PROAKTIV® gelernt haben, ist das, was heute noch bei uns in der Führung/Vertrieb Bestand hat. Wir haben auch nach PROAKTIV® noch andere Trainings besucht, aber diese Nachhaltigkeit gab es nur bei PROAKTIV®". Solche Kommentare erfüllen uns natürlich mit Stolz.

Pult: Und jeder Mitarbeiter erfüllt uns mit Stolz. Jeder Mitarbeiter, der mit uns PROAKTIV® begleitet und voranbringt. Das begeistert mich. Das alles kommt von den Menschen, die wir an Bord geholt haben. Stolz machen uns auch unsere namenhaften Kunden. So ein Kundenspektrum, wie wir es haben, kenne ich von keinem anderen Trainingsunternehmen.

Dorandt: Ich hatte zum Beispiel gestern ein Gespräch mit dem Personalleiter einer Firma, die noch kein Kunde ist. Er sagte: „Herr Dorandt, ich stelle fest, sie sind ja ein richtig bekanntes Trainingsunternehmen. Ich habe viele Bewerber, die in Ihrer Bewerbungsmappe Zertifikate von PROAKTIV® haben. Diese haben sich durchweg sehr positiv über PROAKTIV® geäußert“. Es freut mich natürlich sehr, so etwas zu hören!

Pult: Wir haben viele Teilnehmer trainiert, die in ihren Unternehmen klein angefangen haben und jetzt entsprechend hohe Positionen bekleiden. Die Entwicklung haben wir natürlich mit Begeisterung mitverfolgt.

Welche Entscheidungen, die Sie seit 1995 getroffen haben, sind aus heutiger Sicht die Besten gewesen?

Dorandt: Fest angestellte Trainer. Die Gründung der PROAKTIV® Akademie, auch gegen Widerstände. TÜV-zertifizierte Produkte wie Licence to Lead und Licence to Sell anzubieten. Damit verbunden die Einführung des E-Learnings als Blended Learning Konzept. Mit unserer E-Learning Abteilung sind wir jeden Tag den anderen Mitanbietern ein großes Stück voraus. Was unsere Lernplattform angeht, deren Inhalte, die Lehrbücher und das alles an die Kundenwünsche individuell angepasst, da ist PROAKTIV® ganz weit vorne. Eine wichtige und gute Entscheidung war, dass wir Rahmenbedingungen geschaffen haben, in denen sich unsere Mitarbeiter wohl fühlen. Hierzu gehören sicherlich unsere Büros in Köln und München. Das hat sowohl eine positive Innen- als auch eine Außenwirkung. Also nicht nur die Qualität der Trainings, sondern auch die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter sind wichtig. Unsere Mitarbeiter sind unser Kapital. Alle wirken mit in das Produkt.

Wie würden Sie die Mitarbeiter von PROAKTIV®  beschreiben?

Pult: Wir haben eine Menge Individualisten an Bord. Wir wollten nie Mainstream-Mitarbeiter, sondern Menschen, die aus verschiedenen Branchen ihre Stärken einbringen. Die bunte Mischung aus Kompetenzen und Persönlichkeiten unserer Trainer macht’s.

Dorandt: Ich differenziere das noch in die Mitarbeiter in München, die entscheidende Backofficeleistungen für unsere Trainer machen. Dann die Mitarbeiter in Köln, die entweder in der E-Learning Abteilung einen super Job machen oder unsere Trainingsberater, die immer wieder jeden Tag den Hörer in die Hand nehmen und den einen oder anderen Widerstand überwinden, um Kunden zu gewinnen. Jeder ist unterschiedlich. Man spürt immer das „Ja“ Zueinander, die Herzlichkeit.

R. Dorandt und G.Pult
beim gemeinsamen
Teamevent im Allgäu

Als Sie 1995 das Unternehmen gegründet haben, welche Erwartungen und Ziele hatten Sie da an PROAKTIV®?

Dorandt: Unser Markt besteht aus vielen Einzelkämpfern und Einzelkämpfern in Netzwerken. Wir brauchten ein Unterscheidungsmerkmal, das ist einmal der Firmenname, und zum anderen haben wir gesagt, wir müssen da ein „brand“, eine Marke schaffen. Darüber hinaus haben wir die Chance erhalten, als einziges Trainingsunternehmen Mitglied im Förderkreis des Deutschen Markenverbands zu werden.

Pult: Wir wollten immer einen Schritt mehr als die anderen Firmen. Wir wollten von Anfang an High Class Anbieter sein. Wir wollten nicht der größte Anbieter sein, unser Motto war immer „Weniges und das richtig gut machen!“.

Stellen Sie sich vor, Sie wären nochmal im Jahre 1995 und gerade bei der Planung Ihres eigenen Unternehmens. Würden Sie aus heutiger Sicht etwas anders machen?

Dorandt: Wir haben als Unternehmer mehr richtige als falsche Entscheidungen getroffen. Und die falschen Entscheidungen waren zum Glück nicht so teuer, als dass sie PROAKTIV® gefährdet hätten.

Woher stammt der Name PROAKTIV®?

Dorandt: Das ist relativ einfach. Wir haben schon vor der Gründung proaktiv als Wort sehr oft genutzt. Proaktiv bedeutet ja durch differenziertes Vorausplanen und Handeln eine Entwicklung selbst zu gestalten. Das war genau das, was wir wollten. Und als wir dann vor der Situation standen, eine Firma zu gründen, wollten wir eine Marke schaffen, also ein Name, bei dem nicht wir als Person, sondern das Unternehmen im Vordergrund steht. Und dann hatten wir vor 20 Jahren das Riesenglück, dass dieser Name in unserer Warengruppe noch nicht besetzt war. Dadurch konnten wir den Namen international schützen lassen. Und zu einem Trainingsunternehmen passt es natürlich prima. Gerd hatte dann die Idee, in Anlehnung an „Brille:Fielmann“ unser Bildwarenzeichen „PRO:AKTIV“ zu schreiben, was ja auch unser Logo ausmacht.

Welcher lustige Moment im Laufe der letzten 20 Jahre ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Dorandt: Vor vielen Jahren habe ich Gerd auf einen wichtigen Termin in Frankfurt bei der Commerzbank begleitet. Unsere Ansprechpartnerin wollte dann während des Verkaufsgespräches mit uns über Rabatte sprechen. Und ich, in meiner unbedarften Art, sagte zu ihr, das einzige „Rabat“ was ich kenne, ist in Marokko.

Pult: Und Robert hat über seinen eigenen Ausspruch unglaublich gelacht und nicht mehr aufgehört.

Dorandt: In der Tat, nur die Dame fand das nicht lustig. Zum Glück ist die Commerzbank trotzdem Kunde geworden und bis heute geblieben!

Die Frimengründer am Anfang ihrer Karriere

Wie und wann haben Sie sich denn kennen gelernt?

Pult: Im Studium bei der Diplomarbeit. Wir haben uns entschieden, beim gleichen Professor eine Diplomarbeit zu schreiben. Beide haben wir mit Bestnote abgeschlossen. Das war 1981.

Dorandt: Ja und seit 1981 sind wir auch befreundet. Wir haben uns sofort wertgeschätzt.

Welches Studium haben Sie denn absolviert?

Dorandt: Wir sind Diplom-Bauingenieure. Gerd hat Wasserbau vertieft, ich Baubetrieb.

Was bedeutet Ihnen Ihre Freundschaft?

Pult: Sehr viel. Wir verbringen ja auch einen Teil unserer Freizeit zusammen. Wir wohnen nur ca. 50 km voneinander entfernt. Einmal im Jahr machen wir gemeinsam eine mehrwöchige Fahrradtour.

Was schätzen Sie jeweils an dem anderen?

Pult: Was ich an Robert sehr schätze, ist seine Innovationskraft. Er ist ein Impulsgeber par excellence, ein energiegeladener, wohl organisierter, strukturierter Vorantreiber, der sich klare Ziele setzt und alles dafür tut, diese zu erreichen.

Dorandt: Gerd hat die Stärke, dass er mir vertraut und mitzieht. Ich bin der mit der groben Idee, aber wenn es um die Detailumsetzung geht, dann hat Gerd die Kreativität. Er hat vor allem den Blick fürs Detail: die ganzen Trainingsentwicklungen, die Merkkarten, die Grafiken. Den hohen Anspruch an ein PROAKTIV® Training, da ist er ganz weit vorne.

Pult: Robert schlägt die Schneisen in den Wald und ich pflanze danach an.

Wer von Ihnen hat welche Rolle bei PROAKTIV® gespielt?

Pult: Wir haben beide alles vorangetrieben. Zu Beginn hatten wir zwei große Aufträge, Castrol und Commerzbank. Robert hat seine Vertriebsstärken eingesetzt. Ich war gefordert, in nicht gerade geringem Umfang, Dinge zu realisieren. Ich bin lösungsorientiert. Geht nicht, gibt’s nicht! Zusammen ergänzen wir uns sehr gut. Robert macht manchmal Dinge, die mir im ersten Moment nicht so gefallen und mich zuerst etwas bremsen, aber im zweiten Moment davor bewahrt haben, Fehlinvestitionen zu machen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von PROAKTIV®?

Dorandt: Dass wir uns auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren. Lieber weniges und das richtig gut. Und dass wir uns weiterhin auf die Neukundenakquisition konzentrieren. Zum Glück gibt es in Deutschland noch viele Firmen, die PROAKTIV® noch nicht kennen.

Pult: Dass PROAKTIV® weiterhin einen guten Weg nimmt und, dass wir uns auf dem Markt wie ein Stern vom Himmel abheben, dass wir leuchten, mit all dem was wir tun.